Bisher war die Preispraxis der Billigflieger ja immer etwas undurchsichtig. Wer beispielsweise einen Wochenendausflug nach Spanien (Barcelona, Madrid, Mallorca, Ibiza), Italien (Rom, Barcelona) oder Großbritannien/England (London, Dublin) machen will kann Flüge günstig für 1 Euro oder teilweise sogar noch weniger erwerben. Das Böse erwachen über den dann sprunghaft gestiegenen Flugpreis am Ende der gesamten Bestellung ist dabei jedoch meist sicher. Unzählige Zuschläge, Steuern und Abgaben erhöhen den Flugpreis teilweise um mehrere tausend Prozent. Auch wenn die Fluggesellschaften durch unzählige Gerichtsurteile dazu gezwungen wurden, die Preise schon von Beginn an transparent darzustellen, werden sie doch nicht müde immer weitere Zuschläge zu erfinden. (Wer erinnert sich nicht an die Toiletten Benutzungsgebühr von Ryan Air und andere Dinge welche auch Air Berlin, Germania, German Wings und easyJet betreffen).
Einer Praxis wurde jedoch nun Einhalt geboten. So muss bei den Bezahlmöglichkeiten mindestens eine „weit verbreitete“ Zahlungsmethode kostenlos angeboten werden.

Hintergrund der Entscheidung ist die Praxis von RyanAir, für Kreditkartenzahlungen pro Strecke und Person 5 Euro Bearbeitungsgebühr zu berechnen. Als alternative, kostenlose, Bezahlart wird lediglich die kaum verbreitete Visa-electron Karte angeboten.

Dieser Methodik wurde nun durch eine Entscheidung des Kammergerichts Berlin nach einer Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen Einhalt geboten.

Auch wenn Ryan Air gegen das Urteil in Berufung gehen wird, bleibt doch zu hoffen, das „Billigfliegen“ noch ein Stück günstiger wird.

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